OSMO

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden fünf Sinne unterschieden: Hören, Sehen, Riechen, Schmecken und Fühlen. Durch sie nehmen wir unsere Umwelt wahr und sind in der Lage, individuelle Konzepte unserer Umwelt zu entwickeln. Der Handel beschränkt sich oft auf die Wahrnehmung von entweder visuellen oder akustischen oder taktilen Reizen. Mittels Verkabelung des Verkaufsdisplays mit einem Touchboard ermöglicht OSMO hingegen die Kombinierbarkeit verschiedener Sinne.

 

Im Mittelpunkt des Verkaufsdisplays stehen ätherische Öle, insbesondere deren Wahrnehmung und Wirkung. In drei Schritten werden die ätherischen Öle sinnlich erfahrbar und dadurch den Nutzer*innen vermittelt, sodass ein maßgeschneiderter Raumduft kreiert werden kann. Durch das Berühren der Pflanzen leuchten zugehörige Beschriftungen auf dem Tisch auf, die den Nutzen des jeweiligen ätherischen Öls erläutern. Moderne Technologien, wie beispielsweise Touchscreens, werden oft lediglich um ihrer selbst willen eingesetzt. Im Gegensatz dazu wird hier die Technik des Displays dem Nutzen untergeordnet. Die Technologie nimmt dabei eine untergeordnete Stellung ein, um die menschliche Erfahrung in den Vordergrund zu rücken. Die in OSMO verwendete Arbeitsweise folgt in diesem Sinne Oki Sato: „Technik sollte wie etwas im Zimmer deiner Großmutter aussehen“.

In collaboration with Carolin Lunge, Yvonne Schreiter and Martin Wosik

Wood, Glass Bulb, Herbs, Steel, Plate

2018

Photos: Jeanette Bäumer